Gebäude wird für 2,6 Millionen Euro aufgestockt
Lollar – „Mit demselben Euro lässt sich heute schlicht weniger bauen und sanieren als noch vor einigen Jahren“, sagte Vorstandsmitglied Jens Köhler anlässlich der Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft Lollar und Lumdatal für das Geschäftsjahr 2025.
Einerseits würden Wohnungen gesucht, schwerpunktmäßig bezahlbarer Wohnraum, dem gegenüber stünden hohe Bau- und Finanzierungskosten, zunehmende Anforderungen an den Klimaschutz und beim Bauen allgemein.
Im Resultat wurden 2025 nur noch rund 206.600 Wohnungen fertiggestellt. Köhler: „Der niedrigste Stand seit 2012.“
Auf einem sehr soliden Fundament
Das habe zur Folge, dass eher in den Bestand investiert werde, falls überhaupt, denn in Neubauten. Sozial orientierte Wohnungsunternehmen machten keine Ausnahme. Den Bestand erhalten, diesen technisch, energetisch und sozial zukunftsfähig machen, dauerhaft bezahlbar anbieten: dafür steht die Baugenossenschaft.
Köhler verkündete für 2025 einen Jahresüberschuss von 26.983 Euro. Vom Überschuss sollen 9574 Euro in die Bauerneuerungsrücklage fließen, der Bilanzgewinn von 17.409 Euro mit einer Dividende von vier Prozent ausgeschüttet werden.
Köhler: „Unsere Genossenschaft steht weiterhin auf einem sehr soliden Fundament.“ Das Eigenkapital betrage 6,14 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote liege bei knapp 48 Prozent. Dieser finanzielle Handlungsspielraum eröffne Möglichkeiten. 2025 seien mehr als 600.000 Euro in die Instandhaltung der insgesamt 358 Wohnungen geflossen. Sechs Wohnungen wurden saniert oder teilsaniert, nämlich in den Liegenschaften Bergstraße 43 und 45, Auf dem Stein 20, Gießener Straße 52, Buderusweg 10 und Bleichstraße 5.
Wirklich unübersehbar und von Köhler „unser großes Zukunftsprojekt“ genannt, sind die seit September 2025 laufenden Bauarbeiten am Gebäude Friedrich-Ebert-Straße 53/55. Für insgesamt 2,6 Millionen Euro wird aufgestockt (zwei Dreizimmerwohnungen und zwei Vierzimmerwohnungen, energetisch modernisiert), und es werden zwei neue Aufzüge installiert. Köhler bittet bei den Hausbewohnerinnen und -bewohnern um Verständnis für Baulärm, Staub und Einschränkungen.
Quelle: Gießener Anzeiger
Autor: Volker Heller
Bild: Unübersehbar: Die Bauarbeiten am Gebäude Friedrich-Ebert-Straße 53/55.
© Volker Heller